Vom Seminar zum Webinar

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Wenn es etwas gibt, das unsere Gewohnheiten und Vorstellung ständig verändert, dann ist es sicherlich die Technologisierung. Hätte ich vor 100 Jahren erzählt, dass ich heute an einem Webinar (Online-Seminar) teilnehme, hätte mir wohl niemand geglaubt. Seminare können heutzutage aufgrund der hochwertigen Videoqualität, der Möglichkeit eines Bildschirmstreamings und der Vernetzung durch soziale Netzwerke online durchgeführt werden, was ganz neue Chancen eröffnet. Ich wurde über XING, eine Online-Plattform, in welcher Mitglieder hauptsächlich ihre beruflichen Kontakte pflegen, zu diesem Webinar eingeladen. Es geht um die Eventerstellung auf XING und wie man dazu Gäste einlädt.

Ich logge mich 5 Minuten vor Beginn des Online-Seminars mit Hilfe des Links, welcher nach der Bezahlung zugesendet wird, auf der Seite ein. Während das Ladefenster erscheint, merke ich wie die Nervosität in mir aufsteigt. Was erwartet mich jetzt? Muss ich meine Webcam auch einschalten oder gar noch über ein Mikrophon mitreden? Gespannt warte ich, was jetzt passiert. Nachdem der Ladebalken gefüllt ist, komme ich in das Wartezimmer, die sogenannte „Lobby“. Kaffee wird mir zwar nicht angeboten, es gibt jedoch immerhin etwas fürs Auge: Bilder aus der ganzen Welt wechseln sich ab. Plötzlich wird mir schlagartig klar, welches Potential diese neue technische Anwendung eigentlich birgt. Geografische Barrieren werden vollkommen abgebaut. Man kann Seminare der ganzen Welt öffentlich machen. Bildung für Dörfer in armen Regionen wird plötzlich realisierbar. Einzige Investition: ein Computer und Internet.

Es schlägt 17.00 Uhr und sofort werde ich weitergeleitet…

Sonja Keller, die das Webinar führt, begrüsst uns herzlich mit einem Winken durch die Kamera im oberen linken Bildschirmfenster. „Chrchrchr“ rauscht es einen kurzen Moment, bis die freundliche Stimme von Sonja dieses ablöst. Während wir unsere Kommentare und Fragen nur über ein Chat-Fenster posten können, redet sie über ein Headset.
Sie erkundigt sich, ob sie alle laut und deutlich verstehen. Ich tippe ein „Ja“ ins Chatfenster. Es macht drei Mal „Ping!“ und schon hat Sonja die Bestätigung, die sie wollte, von allen Teilnehmern. Als Zuhörer hat man nicht wirklich viele Interaktionsmöglichkeiten. Neben der Chatfunktion besteht lediglich noch die Opportunität, Feedback über verschiedene Icons zu geben: Klatschen beispielsweise. Ich versuche es aus. Etwas enttäuscht über den fehlenden Soundeffekt, springt meine Aufmerksamkeit in die Mitte des Bildschirms. Es passiert etwas.
Sonja öffnet die XING-Seite, die dann sofort im Interaktionsfenster erscheint. Sie beginnt uns Schritt für Schritt zu erklären, wie man einen solchen Event organisiert. Jede ihrer Mausbewegungen kann man direkt nachvollziehen, was es sehr einfach macht, dem Ganzen zu folgen. Nach 45 Minuten verabschiedet sich Sonja bei uns neugeborenen XING-Eventmanagern mit dem Satz: „So, das war’s. Ich wünsche euch noch einen schönen Feierabend und wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr mich gerne noch „anxingen““.

Das Online-Seminar wurde über Spreed gehostet. Ein Unternehmen, welches sich auf Videokonferenzen für mehrere Mitglieder spezialisiert hat. Sie haben diesen Aspekt der Videokonferenz auf innovative Weise professionalisiert. Über diese Applikation kann der Host, gegen eine jährliche Gebühr an Spreed, alles kontrollieren und dementsprechend auch Geld für die Seminare verlangen. 

Fazit: Das Programm eignet sich ideal für Online-Seminare, aber auch für Teammeetings, da durch die Kombination von Videoübertragung und Bildschirmstreaming beinahe ein Reallife-Feeling generiert wird. Das Webinar war auf jeden Fall einer Erfahrung wert und hat richtig Spass gemacht.

Weitere Informationen:
> Weitere Webinare von Sonja Keller: http://www.kundendialog.ch/webinare
> Online-Meeting-Tool: http://www.spreed.com/eu

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