Google+ Hangouts oder Skype für die Unternehmenskommunikation nutzen

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Ständig werden neue Wörter in unser Sprachrepertoire aufgenommen und meistens kommen sie aus dem Englischen. „Googlen“ und „skypen“ beispielsweise rollen nicht selten über unsere Zungen, auch wenn wir oftmals gar nicht wissen, was für ein eigentliches Potential hinter diesen Applikationen steckt. Oder wussten Sie etwa, dass man mit Google+ Hangouts eine Präsentation auf dem Medium des Empfängers illustrieren kann, während man gleichzeitig per Video erklärt?

Skype von Microsoft ist wohl bezüglich Videokonferenzen die bekannteste Applikation und vor allem im privaten Gebrauch sehr geläufig. Neben der Face-to-Face Konferenz kann Skype auch als Messenger und zum Verschicken von Dokumenten, Bildern und Videos verwendet werden. Das Praktische an Skype ist, dass man kostenlos, sofern Internet vorhanden, ins Ausland telefonieren kann und dem Gegenüber sozusagen in die Augen schaut. Auch für den Fall, dass einmal kein Internet vorhanden ist, bietet Skype die Möglichkeit des kostengünstigen Telefonats ins Ausland über einen Account. Die erweiterte, kostenpflichtige Version bietet sogar Videokonferenzen mit bis zu 10 Teilnehmern. Wodurch beispielsweise Teambesprechungen über weite Distanzen mit wesentlich geringerem Aufwand durchgeführt werden können. Während sich Skype eine relativ lange Zeit von vergleichbaren Applikationen abhob, ist spätestens seit der Verschmelzung verschiedener Google-Dienste zu Google+ Hangouts ein nennenswerter Konkurrent aus dem Boden geschossen.

Google+ Hangouts – Ein Upgrade von Skype?
Welches Videokonferenzprogramm man verwendet, war früher eine logische Entscheidung. Heute sieht dies etwas anders aus. Google hat, wenn es um Applikationen geht, Innovationscharakter. Mit Google+ Hangouts hat es Google wieder einmal geschafft, die Konkurrenz in den Schatten zu stellen. Das neue Programm offeriert dieselben Funktionen wie Skype und einiges mehr. Dazu gehören beispielsweise die Videokonferenzfunktion mit bis zu zehn Personen zur gleichen Zeit (es braucht keine kostenpflichtige Version wie bei Skype),  das Bildschirmstreaming und die Verknüpfung mit Google Drive, welches eine Schlüsselfunktion für Unternehmen bezüglich Gruppenprojekten darstellt. Vor allem aber die Verbindung mit YouTube eröffnet völlig neue Möglichkeiten. Mit der Funktion „Live on Air“  können Videos zeitnah auf dem eigenen Google+ Profil, dem YouTube-Account und jeder Website mit integriertem YouTube-Video-Link veröffentlicht werden. Sobald man das Hangout beendet, wird es automatisch auf dem eigenen YouTube-Channel gespeichert. Diese Verbindung mit den Social Medias macht Google+ Hangouts so interessant: Der Sender stellt einen direkten Kontakt zu seinen Fans und Konsumenten über Livestream her. Im Gegensatz zu Skype muss man dazu nicht einmal ein Programm herunterladen. Die Applikation ist mit dem Gmail resp. Google+ Konto verbunden, was das Ganze wesentlich vereinfacht 

Kommunikation im Business-Umfeld
Im privaten Sektor hat sich Videokommunikation bereits fest etabliert. Programme wie Skype und Co. bauen geographische Barrieren ab und erlauben effiziente Kommunikation, auch wenn sich der Partner am anderen Ende der Welt befindet. Aber auch im Business-Umfeld werden solche Applikationen immer wichtiger, da sie zu mehr Produktivität führen und Kosten sparen.  Zuerst einmal sind Skype und Google+ Hangouts kostengünstige resp. kostenfreie Varianten für Telefonate ins Ausland, die – wenn gewünscht – eine Face-to-Face-Kommunikation ermöglichen. Nachteilig ist, dass man einen Account benötigt und jeweils beide Parteien online sein müssen, um überhaupt ein Telefonat zu starten, was zu einem erhöhten Koordinationsaufwand führt. Für die Unternehmenskommunikation an sich fällt das Augenmerk im internen Bereich vor allem auf Team-Meetings. Sowohl Skype wie auch Google+ Hangouts sind praktische Optionen zur Durchführung von Teamsitzungen. Letzteres wird durch die Kombination von Videokonferenz, Bildschirmstreaming und der Kompatibilität mit Google Drive sogar zu einer angemessenen Alternative zu Real-Life-Treffen.
Aber auch für das Committment der Mitarbeiter ergeben sich Chancen, wie das Übertragen von Events oder Anlässe für verhinderte Mitarbeiter. So wird eine Identifikation und Integration auch bei Abwesenheit gewährleistet. Ferner gilt dies auch für Seminare. Online-Seminare oder so genannte Webinare sparen sowohl Zeit wie Kosten und erlauben die weltweite Teilnahme. Das Unternehmen „Spreed“ hat sich zum Beispiel speziell auf Webkonferenzen spezialisiert und professionalisiert diesen Aspekt der Videokonferenz auf innovative Weise –  mehr dazu im folgenden Erfahrungsbericht.

Social Customer Relationship Management
Durch den „Live-on-Air“-Modus von Google+ Hangouts bieten sich aber auch neue Möglichkeiten zur Kommunikation mit Fans und Kunden an, insbesondere durch die Verknüpfung mit den Social Medias. Mittels Social Customer Relationship Management (SCRM) ist es somit möglich, die Unternehmensstrategie an den Nutzern solcher Netzwerke, den Fans und Kunden, besser anzupassen, was zu einem direkten Mehrwert für beide Parteien führt. Google+ Hangouts ist also ideal geeignet, um mit den Stakeholdern zu interagieren. So können beispielsweise Fragen live beantwortet werden und Anregungen schneller ans Ziel gelangen. Das könnte zum Beispiel bei der Einführung von neuen Produkten helfen. Stellen Sie sich einmal vor: Wie wäre es, wenn Sie die eigenen Fans über spannende Diskussionen in die Produktentwicklung miteinbeziehen könnten? Die neuen Tools machen dies möglich.

Weniger Kosten, mehr Produktivität
Solche Web-Conferencing-Tools führen insbesondere im Businessbereich zu einer verbesserten Kommunikation, resultieren in einer effizienteren Entscheidungsfindung und fördern die Internalisierung von Geschäften. Sowohl im internen Bereich über Online-Teamsitzungen wie auch bezüglich SCRM ergeben sich neue Chancen, die sich, wenn sie richtig genutzt werden, in den Zahlen und der Produktivität abbilden. Wann starten Sie Ihren ersten Google+ Hangout?

Weitere Infos:
> Erfahrungsbericht unseres Mitarbeiters Fabian Staiger

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