Social Media Marketing mit Buzz-Effekt

Was früher die Mundpropaganda war, entspricht im Zeitalter der sozialen Netzwerke dem „viralen Marketing“. Konsumenten geben ihre Erfahrungen weiter, nur schneller und weitläufiger als früher – dies kann man mit effizientem Social Media Marketing unterstützten. Die rasante Verbreitung von Werbebotschaften birgt für Unternehmen grosse Chancen, muss aber sorgfältig genutzt werden.

Autor: Stefan Häsler, Texter Complecta GmbH

Die Mundpropaganda ist die älteste Werbeform überhaupt. Eine moderne Variante dieser Werbung ist das sogenannte „virale Marketing“, das speziell auf die sozialen Netzwerke ausgerichtet ist. Dabei nutzen Unternehmen die Popularität der sozialen Netzwerke, um die Aufmerksamkeit auf ihre Produkte oder Dienstleistungen zu richten. Durch den regen Austausch der Nutzer untereinander breitet sich die Werbebotschaft quasi wie ein Virus aus. Die Kunst eines guten viralen Marketings ist es also, die Kommunikation so geschickt anzustossen, dass die gewünschte Botschaft sich anschliessend von selbst verbreitet.

Damit virales Marketing auch funktioniert, kommt es auf bestimmte Faktoren an:

Der Social Media „Buzz“

Unter dem Begriff „Buzz“ (buzz = Gerede, Gemurmel) wird die eigentliche Botschaft verstanden, die später verbreitet werden soll. Somit ist der Buzz sowohl der Ausgangspunkt wie auch das Ziel einer Kampagne. Entscheidend ist, dass am Ende möglichst viele Menschen über das Thema sprechen. Dies funktioniert nur dann, wenn der Buzz eine entsprechende Qualität hat. Die Botschaft muss auf jeden Fall so interessant und berührend sein, dass die Nutzer der sozialen Netzwerke sich die Mühe machen, diese weiterzugeben. Denn die Informationsflut in den Netzwerken ist mittlerweile so gross, dass uninteressante Meldungen ignoriert werden.

Nähe zum Produkt und zur Marke

Bei einer guten viralen Kampagne verbreitet sich nicht nur irgendeine willkürliche Botschaft, sondern eine Nachricht, die einen Bezug zum jeweiligen Produkt oder zur Marke herstellt. So lassen sich beispielsweise lustige Videos auf YouTube in Windeseile verbreiten. Ergibt sich daraus jedoch kein Bezug zur Marke, sind diese austauschbar und für das Marketing ohne Nutzen. Der Buzz muss also immer auf die entsprechende Marke oder das Produkt zugeschnitten sein.

Die Verbreitung über Social Media

Schlussendlich gilt es, die Kampagne zu verbreiten. Hierbei wird auch vom sogenannten „seeding“ (sähen) gesprochen. Geht die Saat auf, so wird die Nachricht von den Empfängern der Meldung an ihr eigenes Netzwerk weitergegeben – Instagram, Twitter, Facebook oder LinkedIn, alles ist möglich. 

Beispiel: Der singende Handy-Verkäufer

Der englische Handyverkäufer Paul Potts begeisterte mit seinem Auftritt bei „Britains got talent“ (dem Äquivalent zu „Deutschland sucht den Superstar“) ein Millionenpublikum. Die Deutsche Telekom griff die Geschichte unter dem Motto „Erleben, was verbindet“ neu auf. Sie zeigte in einem Werbespot Menschen aus aller Welt, die dem Sänger an ihren Laptops, Smartphones und Fernsehern sichtlich gerührt zuhörten. Das Video ging um die Welt und wurde zum besten Beispiel für virales Marketing.

Der „Buzz“ (1) war hierbei der Handyverkäufer selbst, der mit seiner schönen Stimme die Zuhörer sofort in den Bann zog. Die Nähe zur Dienstleistung Telekommunikation (2) wurde durch die verschiedenen Menschen aus aller Welt gezeigt, die gebannt vor ihren Geräten sitzen und alle denselben Menschen sehen. Die Verbreitung (3) wiederum wurde durch die Platzierung der Werbung im TV- Abendprogramm fast zum Selbstläufer und fand sich sofort auf den sozialen Medien wieder. Die Telekom musste also gar nicht offensichtlich für Ihre Dienstleistungen werben, sondern liess die Emotionen sprechen. In diesem Fall war diese Variante viel nachhaltiger als ein aufforderndes „Wechseln Sie zu Telekom“.

Gefahren in sozialen Medien

So sehr die sozialen Medien das Marketing vereinfachen können, so bergen sie auch Gefahren. Ein negatives Feedback kann verheerende Folgen für ein Unternehmen haben. Dabei muss nicht einmal ein offensichtlicher Fehler oder gar Betrug begangen werden. Oft reicht ein unglücklich formulierter Satz oder ein unpassendes Bild, um negative Emotionen zu wecken. Diese verbreiten sich dann mindestens genauso schnell wie positive.

Wollen Sie vom Buzz-Effekt profitieren?

Die Complecta unterstützt Sie im Social Media Marketing, versucht mit Ihnen Buzz-Potentiale auszuloten und Geschichten in Ihrem Unternehmen zu identifizieren. Damit Sie virales Marketing effizient nutzen können. Ob Instagram, Facebook, Twitter oder LinkedIn – wir nutzen die geeigneten Social Media Plattformen für Ihre Kampagne.

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